54 Bewerbungen später – Lektionen für Recruiter mit Steffi Maass

Shownotes

Candidate Experience. Alle finden sie wichtig. Alle sagen, sie machen sie. Und trotzdem fühlt sie sich für viele Bewerber noch immer an wie ein schwarzes Loch mit automatischer Eingangsbestätigung.

In dieser Folge sprechen Basti und Stefan mit Steffi über Candidate Experience aus einer seltenen Doppelperspektive: Steffi kennt Recruiting und Personalmarketing fachlich aus HR-Sicht – und war selbst rund sechs Monate auf Jobsuche.

Das Ergebnis: ein sehr ehrlicher Blick auf Bewerbungsprozesse, die an Kleinigkeiten scheitern, an fehlender Kommunikation, unklaren Zuständigkeiten, generischen Absagen und Talentpools, die eher Ablage als Beziehungspflege sind.

Es geht um Bewerbungsformulare, CV-Parsing, Ghosting, Absagen, Arbeitgeberimage, Kununu, realistische Einblicke und die Frage, was Recruiter morgen sofort besser machen können – auch ohne den kompletten Prozess neu zu bauen.

💬 Zentrale Botschaft:

Candidate Experience entsteht nicht durch Hochglanz, sondern durch Klarheit, Verbindlichkeit, Struktur und Transparenz. Oder anders gesagt: Wer Kandidat im Prozess alleine lässt, verliert Vertrauen – selbst dann, wenn der Job eigentlich spannend wäre.

Kernaussagen:

  1. Eine gute Candidate Experience beginnt nicht erst im Interview. Sie beginnt bei der Frage: Weiß die Person überhaupt, was als Nächstes passiert?
  2. Candidate Experience ist kein reines Recruiting-Thema. Wenn Hiring Manager nicht sauber eingebunden sind, Feedbackschleifen hängen bleiben oder niemand wirklich entscheidet, spüren Kandidat das sofort.
  3. Eine Absage beendet nicht nur einen Prozess. Sie prägt das Bild vom Arbeitgeber.

Links:

Links zu Steffi:

LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/steffi-maa%C3%9F/

Links zu Artur:

LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/artur-reich-63b788105/

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LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/bastian-stolz/

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LinkedIn https://www.linkedin.com/in/berndt-stefan/

Ja klaHR! https://jaklahr.de/#

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Transkript anzeigen

00:00:05: Gutes Recruiting und Bauchgefühl vertragen sich nicht.

00:00:08: Professionelles Recruitting ist angewandte Psychologie, auch eine Frage der Haltung.

00:00:14: Wer verstehen will, wie man geeignete Menschen findet, ist richtig bei Recruits Basics mit Stefan Berndt, Bastian Stolz und Arthur Reich – bei Basics schlau machen!

00:00:27: Heute sprechen wir mit Steffi.

00:00:29: Und ja sie heißt einfach nur Steffie.

00:00:32: Ihr Nachname wird eingefleischten Oktoberfest-Fans ziemlich leicht von den Lippen gehen, es ist nämlich niemand anderes als Steffi Maas.

00:00:40: Sie bezeichnet sich selbst gerne als HR Aufmischerin mit Sales Background.

00:00:45: Manche Veteraninnen kennen sie vielleicht aber noch aus der Zeit als Ex noch Twitter hieß und sie ihre Initiative Quit and Jump vorangetrieben hat – ein Netzwerk zur beruflichen Neuorientierung für Menschen mit Veränderungswunsch!

00:00:58: Aber Steffi ist nicht einfach nur ein bunter Recruiting-Hund, sondern hat auch selber den Quit and Jump gemacht.

00:01:04: Als sie im Juni'vonzwanzig gekündigt und sich wieder auf die Seite der Arbeitssuchenden begeben hat.

00:01:10: Um dann in den zweifelhaften Genuss vieler Candidatexperiences zu kommen.

00:01:15: Es hätte also keine perfekte Gelegenheit gegeben um mit ihr über genau diese Experience zu sprechen.

00:01:22: Ich sage jetzt einen geflügeltem Begriff der aus zwei englischen Wörtern besteht, nämlich Candidate Experience.

00:01:31: Nicht zu verwechseln mit dem dreiwört Wortbegriff Candy, das ist was anderes.

00:01:40: Nein, die Candidated Experience ist so ein Thema... was alle wichtig finden und allen natürlich sagen ja total bei mir ist es keine kandidat experience, bei mich ist das hier eine ganze was auch immer.

00:01:51: Aber man hat trotzdem so das Gefühl wenn man dann Kandidate ist dass es nie so richtig weit oben auf der Prioliste steht.

00:01:59: deswegen reden wir darüber mit dir, Steffi.

00:02:04: Weil du das Thema Candidate Experience nicht nur aus HR Sicht kennst sondern tatsächlich auch als Kandidatin die selbst ungefähr ich meine sechs Monate auf Jobsuche war.

00:02:17: und ja es ist eine ziemlich seltene Gelegenheit dass wir hier so einen Doppelblick sozusagen bekommen und den wollen wir heute nutzen.

00:02:23: deswegen Steffy Du bist ja HR und Personalmarketing, Profi nenn ich es jetzt mal.

00:02:29: Der Profibegriff ist ja immer eine Auslegungssache.

00:02:33: Warst trotzdem sechs Monate auf Job suche oder vielleicht auch gerade deswegen?

00:02:38: Was war dein erster Gedanke als du gemerkt hast?

00:02:41: okay Jetzt bin ich auf der anderen Seite.

00:02:45: Also herzlichen Dank.

00:02:46: erstmal für die Einladung.

00:02:48: Ich muss kurz was zu sagen Zu deinem Candy Date und Candy Date Experience weil Es gibt einen gemeinsamen Nenner Und zwar Ghosting Aber dazu vielleicht später.

00:02:59: Als ich dann wieder auf der anderen Seite war tatsächlich, war es ja für mich nicht das erste Mal... ...war es dieses mal nicht so dass ich Sorge hatte oder Angst sondern ich weiß Es geht immer weiter.

00:03:12: Ich kann mir ein Bild machen vom Markt.

00:03:15: Ich nehme mir alle Werkzeuge die ich so für mich selber in den letzten Jahren mir angeeignet habe und die durch meine Arbeit kenne und versuche Das bestmögliche daraus zu machen ohne zu erwarten, dass ich von heute auf morgen einen neuen Job habe.

00:03:31: Auch im Hinblick auf die Familienkonsolation und auch mit dem Mindset das sich wenn ich Monate habe wo ich keinen festes Anstellungsverhältnis habe, ich trotzdem mir genug Input holen kann um mich beispielsweise weiterzubilden oder Veranstaltungen zu besuchen die mich interessieren oder auch zur Netzwerke mit Menschen die mich inspirieren.

00:03:56: Das bedeutet, du hast die Zeit gut genutzt und du hast sie vor allem auch, ich sag mal, du hasst dir entspannt entgegen geblickt.

00:04:02: Wenn ich das jetzt mal so sagen darf also du hattest nicht Die absolute Fomo zu sagen hey wenn das erste Job oder wenn die erste Bewerbung schon nichts wird dann verfalle ich in Panik.

00:04:12: Sondern so wie sich es anhört hört sich nach etwas mehr Gelassenheit an.

00:04:17: Ja auf jeden Fall.

00:04:19: Mir war nur wichtig dass ist vielleicht ein bisschen nördig aber meine Persönlichkeit Dass ich für den Ersten und wahrscheinlich auch einzigen Termin bei der Arbeitsagentur gut vorbereitet bin.

00:04:31: Und vorlegen kann, dass ich eine Anzahl an bestimmten Bewerbungen schon abgeschickt habe um auf der sicheren Seite zu sein und einfach so zeigen Ich bin aktiv zumal was dann so lustig ist.

00:04:43: wenn du zur Arbeits-Agentur gehst musst du ja angeben in welchem Job du gearbeitet hast und was du suchst.

00:04:49: aber leider gibt es in dem Job-Down-Menü nicht.

00:04:51: Rekruter

00:04:53: Gibt's nicht, was ist dann die Personareferent?

00:04:56: wahrscheinlich oder?

00:04:57: Das

00:05:04: sind die Vermittlungsvorschläge und Matches auch unglaublich passgenau.

00:05:09: Ja das wollte ich ja habe ich mir gerade gedacht.

00:05:11: okay also das heißt Der Termin bei der Agentur war soweit abgehakt.

00:05:16: Die haben gemerkt, hey du willst jetzt hier nicht irgendwie Leistungsbetrug begehen und dich auf die Faul der Haut legen sondern du bist aktiv.

00:05:25: Als du dann aktiv warst gehen wir noch gleich rein.

00:05:28: was hat dich denn am meisten überrascht als Kandidatin?

00:05:32: Impositiven wie im negativen Sinne.

00:05:37: Also mir war es wichtig erstmal abzuchecken weil ich sehr weiß wie unterschiedlich die Bewerbungswege sind.

00:05:43: also Ich hab mir ja natürlich vorher Gedanken gemacht, welche Firmen kommen für mich in Frage.

00:05:51: In welchem Umfeld in Berlin möchte ich arbeiten?

00:05:54: Welche Branchen soll das gleiche sein oder nicht?

00:05:56: War auf den Websites, hat mir erst mal angeschaut was ist ausgeschrieben und wie bewirkt man sich.

00:06:01: am meisten habe ich dann immer so Zähne knürschen wenn ich mehr ein Profil anlegen muss.

00:06:07: Wenn es ein schönes CV-Pasen gibt freue ich mich natürlich vielleicht auch wenn sie mein LinkedIn Profil übernehmen Aber wenn es dann darum geht, die Saaten selber einzuflegen.

00:06:18: Jedes Einzelne ist meine Abbruchquote sehr hoch

00:06:22: tatsächlich.

00:06:22: Und vor allem bitte die Hausnummer immer als extra Feld damit man sie automatisch mit tippt und dann feststellt verdammt ich muss sie wieder löschen und ins nächste Feld eintragen.

00:06:33: Ja!

00:06:33: Es ist so unterschiedlich... Die Wege sind so vielfältig geworden.

00:06:38: also du hast ja mehrere Optionen.

00:06:40: entweder du würbst dich nur mit einem Lebenslauf oder Du bewirbst dich mit einer Bewerbung, mal mit anschreiben ohne Anschreiben.

00:06:48: Mit Dokumenten?

00:06:49: Mit Nachweis von hast du ein Abitur gemacht oder eine Realschule?

00:06:54: Hast du ein Zeugnis vom Studium oder von der Ausbildung Abschlusszeugnis.

00:06:58: das musste ja auch erstmal alles parat haben.

00:07:01: ich bin halt ein Typ.

00:07:01: ich setze mich dann auch hin Das war mein Pain Point im Bewerbungsprozess mit einem Bearbeitungsprogramm den Lebenslauf zu aktualisieren und natürlich auch ganz hübsch zu machen übersichtlich auf Deutsch und auf Englisch, man lernt ja dazu.

00:07:19: Das hat die meiste Zeit gefressen aber ich glaube letztendlich ist das auch nicht ausschlaggebend.

00:07:27: Natürlich ist es gut wenn der Lebenslauf übersichtlich ist Und wenn er auf jeden Fall Schlagwörter matcht, die du in den Stellenausschreibungen auch findest.

00:07:36: Ich glaube das ist schon die halbe Miete.

00:07:37: Es gab ja mal vor ganz vielen Jahren so einen sehr interessanten Betrugsfall mit zum CV wo die... ich glaub es war eine Frau, wo die Dame die Keywords auch in den Lebenslauf geschrieben hat aber geweist also so dass man

00:07:50: sie... Ja, ein weißer Schrift.

00:07:52: Damit sie ausgebildet wird.

00:07:55: Genau!

00:07:55: Also da war sehr viel Arbeit hinter.

00:07:58: Aber letztendlich war's dass man auch als Bewerber unheimlich flexibel sein musste.

00:08:04: Manchmal hat man dann noch anschreiben gemacht, dann hoffentlich noch im gleichen Design wie den Lebenslauf.

00:08:09: Ich habe mich dann aber auf selber erwischt, dass es ein bisschen random geworden ist sich zu bewerben, das man gar nicht so viel Qualitätsbewusstsein reinlegen muss weil's an der einen oder anderen Stelle gar nicht gefordert ist.

00:08:25: und ich hatte dann auch wirklich mal Tage wo ich einfach willkürlich mich beworben habe über step so mit ihr zu meinen lebenslauf.

00:08:36: Ja, das ist was wir dann ja auf der anderen seite dann auch oft vielleicht mal feststellen und ich glaube da ist oft noch zur die erwartungshaltung da.

00:08:46: ok die bewerbung die da jetzt kommt die muss super individualisiert auf mich angepasst sein.

00:08:52: Und ich muss das Gefühl bekommen, dass der Kandidat hin wirklich nur zu mir will.

00:08:56: Das ist ein absoluter Traumjob und so weiter.

00:08:59: So ist nicht so braut auch keiner erwarten aber auf der anderen Seite ist es ja auch nicht so, dass die Stellenausschreibungen so wären, dass man irgendwie sagt hey also Es ist schon irgendwo auf beiden Seiten irgendwie gleich.

00:09:13: Aber ich finde es total spannend, dass du sagst ja und dass du auch sagst okay Du musst flexibel bleiben.

00:09:17: auf der einen seite Man muss eigentlich jede Bewerbung doch wieder anders, weil du andere Unterlagen brauchst.

00:09:23: Also einmal eine Mappe fertig machen und an alle raus schicken funktioniert eigentlich gar nicht so.

00:09:29: Dass du auf der anderen Seite aber sagst es entsteht schon auch irgendwo ein bisschen so ein Gefühl der Beliebigkeit ist echt spannend.

00:09:37: gab's denn den Moment?

00:09:39: Den Du jetzt erlebt hast als Kandidatin der dir im Nachhinein peinlich war.

00:09:43: Weil du ja selber Image A bist, weil du vielleicht sowas auch mal selber gemacht hast oder die wirklich gedacht hast so ein Fremdschelm Moment?

00:09:52: Also ich glaube so was kann immer passieren?

00:09:54: wir sind Menschen und wir machen Fehler und meine Achillesferse sind Flüchtigkeitsfehler.

00:09:59: das kann nicht sehr gut!

00:10:01: Und wenn ich schnell etwas erledigen möchte dann spricht man bestimmt aus Versehen eine Frau als Herr an oder hat einen Rechtschreibfehler in dem Anschreiben und das wäre zum Beispiel etwas, weil ich auf der Kutterseite was bekomme.

00:10:15: Ich würde mir denken, oh!

00:10:17: Hat sich ja nicht so viel Mühe gegeben aber... Das ist kein Qualitätskriterium glaube ich, dass es einfach...

00:10:23: Doch die Alfa Cavins posten dann gleich wieder auf LinkedIn.

00:10:26: wenn du meinen Namen falsch schreibst, dann lehne ich dich sofort ab weil dann bist du auf jeden Fall ungeeignet.

00:10:31: Ja, letztendlich ist das ja wirklich eine Bewertigungsstrategie des aktuellen Arbeitsmarktes und die Bewerbung da auch zu platzieren.

00:10:40: Weil

00:10:40: ich habe das für mich immer aus.

00:10:44: Ich hab über fünfzig Bewerbungen geschrieben, ich glaub vierundfünfzig Und ich habe von drei Viertel eine automatische Eingangsbestätigung bekommen.

00:10:55: Von zehn habe ich nie etwas gehört also niemals auch keine Eingangsbeschädigung.

00:11:02: Und ich habe ja für den Rest Absagen bekommen, ich hatte auch Bewerbungsgespräche.

00:11:08: so es ist nicht aber das war...

00:11:10: Ich wollte gerade fragen.

00:11:12: Ja vor allen Dingen weil ich ja nicht in so ein klassisches Bild passe.

00:11:16: und was ich auch interessant fand bei der Suche nach Jobpuffieren die passen, ich hab dann gedacht ich kann ja auch wieder in Richtung Klassisches Rekrutin gehen und ich war sehr erstaunt darüber dass häufig in den Job Ausschreibungen Bestandteil des Rekruterings war Passierlohnhaltung.

00:11:34: Ersthaft?

00:11:36: Ja!

00:11:36: Wow, okay.

00:11:39: und dies ist dann aber als Rekruterstelle ausgeschrieben und nicht als HR Generalist oder so was zum Beispiel.

00:11:44: Okay verrückt ja und da sieht man wieder mal die große Bandbreite unseres Jobs.

00:11:50: bei lustiger Weise klar ich bin jetzt Rekruter seit vielen Jahren Aber wenn mich jemand für die Lohnbuchhaltung einstellen würde, dann wäre halt nach sechs Monaten Insolvenz angesagt.

00:12:00: Weil da würde ich ja alles falsch machen was geht.

00:12:07: Wenn die ersten Leute ihre Kohle nicht bekommen haben ist der Feierabend.

00:12:13: Okay also Rikuta schrägstich Lohnbuchhalter.

00:12:17: Super gut!

00:12:19: Was würdest du sagen?

00:12:20: hat sich jetzt durch die letzte Bewerbungserfahrung, die Du gemacht hast an Deiner Haltung irgendwie was verändert, dauerhaft?

00:12:28: Grundsätzlich hat sich in den ganzen sechs Monaten etwas verändert.

00:12:31: Weil am Anfang habe ich mir selber auch natürlich unterschwellig Druck gemacht weil die Annahme war.

00:12:38: also im Sommer musste ich jetzt nicht unbedingt arbeiten aber im Herbst musst du auf jeden Fall etwas haben Und das führt natürlich auch dazu, dass du dich auf Stellen bewirbst.

00:12:48: Wo du vielleicht denkst ja okay das sind jetzt keine hundert Prozent es sind vielleicht auch keine ninety-fünf aber bei siebzig kommst du vielleicht an, probier's einfach mal aus und so sollte es eigentlich nicht sein.

00:12:59: Es kommt aber auch immer auf den eigenen persönlichen Rahmen drauf an ne?

00:13:04: Wie ist dein Umfeld?

00:13:05: Wie steht es finanziell um dich, was bist du generell für ein Typ.

00:13:09: Aber irgendwann habe ich das wirklich losgelassen weil ich hab am Anfang mich jeden Tag hingesetzt und mindestens eine Bewerbung war mein Ziel und das habe ich irgendwann los gelassen und gesagt ne kümmer dich auch mal bisschen um dich mach noch ne Weiterbildung geh auf linken Ein bisschen mehr in die Offensive, schauen wir was es da so gibt.

00:13:28: Beschäftige dich wirklich mit dem Angebot was du hast.

00:13:31: also welche Jobbörsen gibt das denn?

00:13:33: Wo kannst du suchen?

00:13:34: ich habe auch alternative Sachen ausprobiert um einfach mal Teil einer neuen Bubble zu sein und zu sehen was kommt daraus.

00:13:41: Ich bin noch über Empfehlungen gegangen aber Es war auch wirklich eine Zeit wo sehr viele Aus unserem Umfeld aus der HR Bubble ebenfalls auf der Suche waren Und wo Menschen dabei waren wo ich so dachte Nicht mal die Person hat aktuell das Glück, also wir müssen da loslassen und einfach darauf vertrauen dass auf jeden Fall was kommt.

00:14:02: Dann sind wir mal ehrlich bis zur Rente ist noch wirklich sehr viel Zeit.

00:14:08: Ja, das stimmt allerdings Und es wird vermutlich auch noch mehr Zeit werden als wir jetzt vielleicht denken.

00:14:14: Darum sollten wir uns einstellen.

00:14:16: ja Es ist Wirklich wirklich verrückt.

00:14:21: aber man muss natürlich auch das muss man dazu sagen auch natürlich die Sicherheit oder das Polster haben.

00:14:27: So gelassen, auch anzugehen an diese Sachen, weil wenn du jetzt sagst hey ich kann es mir im Zweifel vielleicht nicht leisten zu sagen okay dann habe ich halt erst in zwei oder drei Monaten ein Job?

00:14:37: Dann wirst natürlich schon haarig und dann macht man natürlich irgendwann immer mehr Abstriche bei den Jobs und dann vielleicht irgendwas an was man gar nicht unbedingt möchte.

00:14:51: Wir kommen noch mal kurz zurück zur Candidate Experience, deswegen sind wir ja hier.

00:14:56: Wenn du jetzt... Du kennst die Candidated Experience?

00:14:59: Ja, du kennst sie aus fachlicher Sicht, du kennst sie auch aus eigener Erfahrung.

00:15:03: Was wären so die drei Dinge sagst du, die die Candided Experience wirklich ausmacht oder sie auch zerstört?

00:15:12: Das ist ganz einfach weil ich glaube das ist generell in aller Munde und jeder weiß über die Schwierigkeiten Bescheid.

00:15:19: also grundsätzlich beginnt ja eine gute Candy-Date-Experience.

00:15:23: Heutzutage leider ist der erste gute Schritt die automatische Eingangsbestätigung, aber es kommt schon darauf an wie die alleine geschrieben ist.

00:15:32: was sind da wirklich für Themen platziert?

00:15:34: steht da drinnen wie lange ich jetzt ungefähr einplanen muss um einen Rückmeldung zu erhalten?

00:15:40: gibt es einen Namen?

00:15:41: habe ich die Möglichkeit wenn ich eine Frage habe jemandem zu erreichen?

00:15:46: weil das lassen viele heutzutag aus ist es ja im allgemeiner Text mit Dein Recruiting Team.

00:15:52: Und das würde ich doch zu verhindern wissen in einer guten Candidate Experience, dass sich wirklich die Möglichkeit habe zu wissen.

00:15:59: es gibt ein Zeitbrizont nach dem kann ich mich richten und ich kann mich an jemandem wenden wenn ich schon vorher eine Frage habe.

00:16:06: Wenn schnell ne Absage kommt okay ist das Thema erledigt aber absage wissen wir alle ist selber ein sehr spannendes thema weil dort auch oft aufgrund von Effizienz zu automatisierten absagen gegriffen wird und du selbst wenn du mit der stelle matchst und da in deinem Gewissen alles erfüllt, kriegst du ja keine Aussage darüber warum das so ist.

00:16:26: Und ich hatte wirklich zwei-, dreimal das Glück mit Menschen auch zu telefonieren und dann das zu eruieren woran es gelegen hat was jetzt für mich total wertvoll ist.

00:16:35: Ich weiß dass sie immer das AGG eine große Rolle spielt und wir wollen nichts Falsches sagen oder schreiben.

00:16:42: Sie müssen ja auch nichts schreiben.

00:16:43: Aber sie können sagen, wenn sie wirklich noch mal Fragen haben warum es jetzt nicht gepasst hat dann können sie mich gerne anrufen unter abc und dann einfach mal in den Austausch gehen und vielleicht auch Tipps geben.

00:16:54: das finde ich jetzt überhaupt nicht verwerflich Und da ist es auch nicht schwer die richtigen Worte zu finden und die Menschen auch Unterstützung anzubieten und nicht jemanden abzuwerten oder Abzulehnen aufgrund von Kriterien, die jetzt da wirklich nicht richtig am Platz sind.

00:17:15: Also die zwei Sachen sind schon mal wichtig und generell ist ja Kommunikation und im Loop bleiben ein wichtiges Kriterium.

00:17:23: und selbst wenn du es schaffst, mal angenommen, du bekommst eine automatische Eingangsbestätigung dann meldet sich hoffentlich auch jemand, wenn du beispielsweise zu einem Gespräch eingeladen werden willst oder solltest.

00:17:37: Es ist aber oft vorgekommen, dass in den Bewerbungsprozessen unterschiedliche Menschen involviert waren.

00:17:44: Sodass man als Bewerber auch den Überblick verliert...

00:17:48: Wer ist jetzt eigentlich zuständig für mich?

00:17:50: Ja und wen rufe ich jetzt an?

00:17:52: und warum ist die Person noch da?

00:17:54: und das finde ich zum Beispiel auch sehr wichtig weil ... Ich habe es auch schon erlebt im Bewerbunggespräch zu gehen Weil ich hatte mal eine Einladung zum Beispiel.

00:18:03: Überhaupt keine Angabe darüber, mit wem ich das führe und auch nicht mehr wie viele Personen.

00:18:08: Das ist ja so eine bunte... Also die Büchse der Pandora.

00:18:12: du gehst da hin?

00:18:12: Du weißt gar nicht in welchem Setting es ist.

00:18:15: Und in manchen Fällen, das kommt immer auf die Firma drauf an kann es sein dass es ein besonders großer Kreis an Menschen ist den du gegenüber sitzt oder dass es Positionen sind.

00:18:25: Ich bin jetzt nicht der Typ der sich darum sorgt aber es gibt Menschen sich anpassen, an eine Situation nach dem in welcher Führungsebene ich spreche.

00:18:36: Das spielt halt ne große Rolle und das sollte man auch.

00:18:38: also diese Basics angeben im Bewerbungsprozess bei einem Vorstellungssprich wann wo mit wem?

00:18:47: Und im besten Fall noch viel langer.

00:18:49: Ja es ist wirklich

00:18:50: nur das Allgemeine

00:18:52: Klingt so simpel eigentlich.

00:18:54: Es klingt so simple und es ist, denke ich, trotzdem so schwierig.

00:18:57: Und ich möchte kurz mal ein Bingo in den Raum werfen.

00:18:59: wir haben nämlich einen Basics gehabt.

00:19:01: jetzt gerade Du hast Basics gesagt im RecruitingBasics Podcast.

00:19:05: sehr gut und vor allem hast du Ich glaube ich hatte so für den Block jetzt hier bei uns hat ich so fünf Fragen vorbereitet und eigentlich ist alle fünf mit einer Antwort schon beantwortet, das finde ich gut.

00:19:17: Deswegen muss ich jetzt möglichst charmant hier umschmeicheln wie ich weiter mache.

00:19:21: Nein Spaß!

00:19:21: Spaß per Seite also Information, Klarheit, Transparenz, Zuständigkeit, Erreichbarkeit.

00:19:29: So würde ich es mal zusammenfassen.

00:19:31: und ich finde wirklich wenn du nicht gerade... Rekruter bist der irgendwie zweihundert Stellen gleichzeitig irgendwie betreuen muss und fünftausend Bewerber ist so eine persönliche Kontaktmöglichkeit.

00:19:44: Und wenn es nicht die Telefonnummer ist, dann wenigstens die E-Mail dass ich einfach als bewerbender Bewerbende weiß an wen ich mich wenden kann.

00:19:53: Das wäre schon wirklich echt toll.

00:19:56: Kommunikation hast du auch erwähnt?

00:19:58: Ja das A und O Auch schon sehr viele schöne Beispiele gesehen, auch für so Standardkommunikationen.

00:20:04: Wenn die Bewerbung eingeht... Ja, da war mal irgendeine, die ich gesehen habe.

00:20:08: Da wurdest du dann mit Vornamen quasi schon angesprochen.

00:20:11: so hey lieber Basti!

00:20:12: Unsere Assistentin ist gerade der Kaffeebengang vor Freude runtergefallen und der Bürohund hat super laut gebellt weil deine Bewerbung gerade eingekommen ist und die Klingel laut gedienet hat oder irgendwie sowas.

00:20:25: ja also wo du denkst okay cool!

00:20:27: Du musst es eigentlich nur ein ganz ganz klein bisschen anders machen als der Rest und dann hebst du dich eh schon ab als wenn du einfach so generisches Zeug machst Und eigentlich super simpel, aber manchmal auch schwierig.

00:20:41: Wenn es dann wieder heißt, oh wir sind aber ein großer traditionsbewusster alter Konzern.

00:20:46: Wir können das jetzt so aber nicht machen!

00:20:47: Das ist doch doof in der Außenwirkung und das passt nicht zum Marketing usw.

00:20:51: Schwierig... Jetzt mal Hand aufs Herz Wie strukturiertes euer Auswahlprozess wirklich?

00:20:57: Wer top Talente gewinnen will braucht objektive Entscheidungen.

00:21:01: Hapuzia hat dafür genau die passende Software entwickelt Egal ob strukturierte Interviews, Assessment Center oder Development Center.

00:21:08: Ihr kriegt nen komplett digitalen validen Workflow.

00:21:12: Alle Beteiligten tragen die Bewertungen direkt im System ein.

00:21:14: Das macht die Auswertung super schnell und transparent.

00:21:17: Wir sind echte Fans.

00:21:19: Überzeugt euch selbst auf Aplusia.de.

00:21:22: Slash Basics.

00:21:24: Was würdest du sagen?

00:21:28: Wir haben über Absagen gesprochen.

00:21:29: auch Du hast es angesprochen.

00:21:33: Ist die Absage für dich also auch definitiv Teil der Candidate Experience?

00:21:38: Wie gehe ich sie richtig an.

00:21:39: Du hast ja von AGG gesprochen, das ist so dieses Monster was in meinem Raum steht.

00:21:46: Aber was macht für Dich eine gute Absage in der Candle Date Experience aus?

00:21:51: Absagen sind absolut wichtig und Sie sind auch ein Teil Der Dich weitermachen lässt.

00:21:57: tatsächlich Und Die absage hat die Möglichkeit denjenigen zu motivieren oder demotivieren und das hast du in der Hand.

00:22:07: In den meisten Fällen bekommen wir ja wirklich eine ganz allgemeine automatisierte Absage, wo wirklich gar nicht auf die einzelne Person eingegangen werden kann.

00:22:17: Wir müssen auch in den meisten fällen woran es liegt weil der Markt hat sich unglaublich verändert.

00:22:22: Die Frage ist auch immer wie viele Rekruten gibt's überhaupt?

00:22:25: Unternehmen, wie viele Stellen betreuen die?

00:22:27: Wie ist der Austausch mit dem Fachbereich.

00:22:29: Wann kriegt da wer welche Rückmeldung?

00:22:31: das ja auch ein großes Thema bei der Absage.

00:22:34: es ist ja grundsätzlich auch so wenn ich nicht den Funken einer Ahnung habe in welchem Fall es vielleicht die Möglichkeit gäbe an mir zu arbeiten dann kann natürlich mit der Absagen nichts anfangen sondern ich nehme das nur als Ablehnung war in dem fall.

00:22:55: Andererseits ist es ja auch so die Frage, wenn ich wirklich Fähigkeiten mitbringe, die trotzdem in irgendeiner Weise gepasst hätten.

00:23:06: Da reichen ja die meisten Unternehmen darauf aus nochmal anzubieten dass man entweder die Unterlagen noch mal behält und verlängert für ein halbes Jahr ob ich damit einverstanden bin oder ich komme im Talentpool oder Ich werde ermutigt mich nochmal zu bewerben für etwas Passendes wo ich denke das könnte für mich funktionieren.

00:23:26: Aber letztendlich ist ja die Frage, wie das überhaupt nachgehalten wird.

00:23:30: Denn ich habe das oft erlebt in den Unternehmen dass dieses Angebot ist zwar da aber es gibt niemanden der sich wirklich nachträglich darum kümmern kann.

00:23:39: also Talent Puls verschwinden in der Versenkung weil es dem Unternehmen oft niemanden gibt er die Kapazitäten hat oder der den Auftrag hat da wirklich nachzugehen und dieses Potenzial aktiv weiter zu managen und auch zu aktivieren, wenn es dann wirklich noch mal relevant sein könnte.

00:24:00: Und ich glaube in der Hinsicht ist das ein sehr großer Hebel um eine Beziehung schon aufzubauen die vielleicht auf den ersten Blick war es keine Liebe aber sowas kann wachsen.

00:24:13: um jetzt mit einem Bild zu machen deswegen ist die Absage eigentlich hat sehr viel Potenzial verlassen.

00:24:23: Du hast vorhin die Büchse der Pandora erwähnt, ja du hast jetzt gerade die nächste Büchze aufgemacht nämlich die Büchsle der Talent Pools und das ist glaube ich auch absolut unterschätzt weil auch das ist ja trotz einer dem auch noch Teil der Candidate Experience.

00:24:38: so lange eigentlich, solange die Leute in deinem Talent Pool drin sind, sind sie noch in der Experience egal ob sie dann drei Monate dauert oder achtzehn Monate oder wie auch immer.

00:24:47: aber da geht glaube ich schon sehr viel Potenzial verloren.

00:24:52: Wir haben jetzt auch viel darüber gesprochen, wie man einen Prozess aufsetzen sollte.

00:24:58: Jetzt wird es vielleicht manche geben die sagen hey aber ich bin Rikota und kein Prozessdesigner, keinen Prozessexpert.

00:25:04: Ich werde nicht dafür bezahlt mir zu überlegen wie der Prozess aussehen soll sondern ich werde dafür bezalt den Prozess entsprechend zu begleiten und durchzuführen.

00:25:13: Aber was kann ich denn als Rekruder, was würdest du sagen innerhalb meiner eigenen Spielwiese sofort besser machen ohne dass ich jetzt gleich den Prozessänderungsstift raushuhe und gleich hier die interne Orgentwicklung mit ins Brothol?

00:25:27: Du hast immer noch die Möglichkeit deine Stimme zu nutzen.

00:25:30: Und den Kandidaten anzurufen und Fragen zu klären oder ein Feedback zu geben.

00:25:37: Das ist total wichtig.

00:25:39: Du kannst auch offen dem gegenüber sein, zu kommunizieren was zu erwarten ist beispielsweise oder eben auch nicht.

00:25:46: ich denke der Hebel ist auf jeden Fall da weil letztendlich ist er der Rekruter der erste Kontakt den der Bewerber hat und wenn er die Möglichkeit hat, den Rekruter wirklich im Laufe des Bewerbungsprozesses sei es vom Anfang bis zur Einstellung oder von Anfang bis zu Absage als festen Ansprechpartner immer wieder wahrnehmen zu dürfen.

00:26:07: Selbst wenn das nur eine Zwischenmeldung ist mit einer E-Mail in der kommuniziert wird dass es länger dauert aufgrund von einer internen Abstimmung oder so hilft das schon viel mehr als wenn wir dort einen Schweigenhahn Dieses, ich denke, aktives Zuhören ist auch ein wichtiger Punkt und einfach auch die Möglichkeit geben das zu denjenigen kontaktieren kannst wenn du eine Frage hast oder eine Unsicherheit.

00:26:35: Das ist ja auch bei dem Talentpool das Schwierige.

00:26:38: also... Selbst wenn die Menschen im Talentpool landen, wird ja in den wenigsten Fällen jemals wieder etwas an denen kommuniziert, dem auch gesagt wurde.

00:26:48: Das ist ja das Interessante!

00:26:50: Also wie viele Unternehmen gibt es dann heutzutage die beispielsweise mit einem Talentpool aktiv einen Job-Newsletter initiieren?

00:26:57: Der diejenigen immer wieder daran erinnert vielleicht doch nochmal zu gucken aufs Jobportal weil da was passendes ist.

00:27:05: Ich hab manchmal so das Gefühl, der Talentpool ist halt so ... des Rekruters ausweg um eine Absage zu vermeiden.

00:27:14: Also okay ich habe jetzt irgendwie nicht so ne richtig gute Begründung.

00:27:17: ja weil es war weder besonders gut noch besonders schlecht und ich will dem jetzt auch kein schlechtes Gefühl geben komm lass mal einen Talentpool aufnehmen dann fühlt er sich irgendwie trotzdem noch wertgeschätzt usw.

00:27:27: aber wenn ich ihn dann trotzdem ghoste im Talentpool Dann hätte ich ihn auch lieber gleich vorher ghosten können.

00:27:33: das wäre wahrscheinlich auch gleich hier rausgekommen.

00:27:36: Du hast ja auch nicht nur Recruiting, sondern auch Personalmarketing-Erfahrung.

00:27:43: Und wenn man jetzt mal davon spricht die Candidatexperience mit dem Arbeitgeberimage ein bisschen zu verheiraten... Inwiefern würde es so sagen hilft ein gutes Arbeitgebereimage Erwartungen bei den Kandidaten auch realistisch zu setzen bevor der Prozess überhaupt beginnt?

00:28:00: Der Knackpunkt ist das Wort Realistisch und deiner Ansprache gerade!

00:28:05: Denn tatsächlich ist es die große Aufgabe der Unternehmen, beides in Einklang zu bringen.

00:28:11: Wir haben das ja schon oft gehört, dass vielleicht nach außen hin ein Bild vermittelt wird was am Inneren gar nicht gelebt wird und das habe ich schon häufig tatsächlich erlebt, dass sich Firmen hinter schönen Corporate Designs verstecken netten Claims.

00:28:29: aber ich glaube Das Wichtige ist einfach dass das was versprochen wird, auch wirklich Bestandteil der Unternehmenskultur ist.

00:28:37: Dass wir nicht ein Bild nach außen verkaufen, was wir mit einer Agentur hübsche erarbeitet haben und dann kommst du uns unternehmen und da Mitarbeiter sagt ja unser Claim ist jetzt XY, da lache ich ja nur drüber!

00:28:49: Das stimmt ja gar nicht.

00:28:51: Das ist ja auch schon mal wie weit werden Mitarbeiter in so einem Prozess mit eingebunden?

00:28:56: Und welche?

00:28:57: Manchmal ist es ja so ein bisschen nach Nase ausgesucht und gar nicht, äh, nach den Menschen die wirklich einen wichtigen Beitrag zu leisten.

00:29:04: oder was ich auch immer spannend finde.

00:29:06: Ist wenn internen Unternehmensbefragungen gemacht werden also mit Mitarbeitenden wie die denn ausgewertet werden?

00:29:14: Und vor allen Dingen auch was dann von dort tatsächlich umgesetzt wird.

00:29:18: Ich mag das auch ganz gerne Kununu sehr heute Frage unabdingbar.

00:29:24: Bewerbende schauen darauf, um sich einen Eindruck zu machen über.

00:29:28: also ist das im mit wirklich so wie es mir vermittelt wird auf der Webseite.

00:29:32: Und natürlich gibt's da auch kritische Kommentare die je nachdem welche Grenzen sie überschreiten vom Unternehmen gelöscht werden können.

00:29:41: aber die Frage ist doch was davon es war und was nicht?

00:29:46: Wie weit fühle ich mich bereit?

00:29:47: Ich hab das nämlich mal gemacht.

00:29:49: Ich habe mich immer bei dem Unternehmen beworben.

00:29:51: Es hatte ganz schlimme Kunde nur Bewertungen und da hab ich mich einfach angeboten, ne?

00:29:54: Das mit Zuverbesser.

00:29:56: Also dass das mein ausschlaggebender Punkt war, mich dazu zu bewerben oder... ...ich habe mich auch bei einer Firma beworfen beispielsweise.

00:30:02: Die hatten eine Initiativ hat ich mich bewormen die haben auch Initiativen ausgeschrieben und der Text war nur Loren Ipsum.

00:30:10: Und darum habe ich es trotzdem geworben und habe dann den schon mal an die Hand gegeben wie man so eine Initiative Werbung noch angenehmer gestalten könnte dass da vielleicht noch mehr Bewerbungen reinkommen.

00:30:21: Also negativ ist, oder sag mal ausbauchfähiges hat auch immer Potenzial und beim Image ist es ganz genau so.

00:30:29: Es ist schön wenn wir es schaffen sichtbar zu werden.

00:30:33: Noch schöner ist das, wenn wir's schaffen, dass die Mitarbeiter, die es schon gibt stolz sind auf das Unternehmen und sagen ja das stimmt.

00:30:41: also das sehe ich mich.

00:30:43: Das da risoniere ich mit und deswegen bin ich hier dreißig Jahre

00:30:48: Und ich finde schon, man merkt... Ein bisschen zumindest ein bisschen, dass es weggeht von diesem Hochglanz.

00:30:55: Ja die Marketingabteilung hat da mal eine Arbeitgeber-Image für uns erarbeitet sondern das ist ich glaube Coca Cola waren so die Letzten die ich im Kopf habe mit ihrer krassen Plakatwerbungs Dings.

00:31:07: Da waren glaube ich auch ganz viele Beispiele her Von eben Menschen die wirklich in unterschiedlichsten Funktionen von Coca Cola arbeiten Die einfach einen so ein Claim noch mit draufstehen hatten warum sie das machen ja und warum Sie es toll finden.

00:31:21: Deswegen, ich glaube die Entwicklung geht da schon ein bisschen ins positive.

00:31:26: Auch wenn es schade ist, weil's lange gedauert hat bis die Unternehmen das checken, dass einfach dieses... Ich zeichne dir ein Bild von einer schönen Südseeinsel aber eigentlich bin ich halt irgendwo keine Ahnung.

00:31:40: Weiß ich nicht wohnt unterwegs.

00:31:44: Leider wirds immer noch gemacht.

00:31:46: Die

00:31:46: Frage ist immer, was sie mit wie viel Selbstironie kann und daneben auch mit solchen Herausforderungen umgehen.

00:31:53: Also eigentlich wäre es doch eine super Personalmarketing Strategie zu sagen ich gucke mir mal die Kununokommentare an und mache damit ne Kampagne da suche ich mir schlecht raus und dann ist der Claim Hilfe uns besser zu werden oder irgendwas.

00:32:06: kennt ihr den?

00:32:08: Kennt ihr dieses looking for a graphic designer?

00:32:12: Das ist so geil.

00:32:17: Ja, genau das siehst du quasi dass es in Paint ist und einfach einer mit in Paint quasi geschrieben hat looking for a graphic designer und das beschreibt's eigentlich sehr gut.

00:32:26: also man muss halt echt eigentlich seine hässlichen Seiten sofort rauskehren ja und sagen hey wenn du zu uns kommst Dann kriegst du zwar das und das alles, aber du kriegste auch das und dass nicht.

00:32:40: Und ich bin mir relativ sicher, dass es für fast alle Rahmenbedingungen außer du bist krasser Ausbeuter den richtigen Topf gibt.

00:32:52: Warte mal!

00:32:52: Den richtigen Deckel, nicht den richten Topf.

00:32:55: Arbeitgeber ist der Topf und egal was da für eine Suppe drin kocht... Es gibt immer irgendwo den Match.

00:33:03: Man muss ihn nur finden und deswegen glaube ich Sollten viele Unternehmen gar nicht so viel Angst davor haben rauszustellen, was sie auch alles nicht sind oder was eben auch vielleicht nicht so gut läuft.

00:33:16: Weil das ist auch Perfektion es ja dieser unhaltbare Anspruch.

00:33:23: Perfektion ist etwas was niemals erfüllt werden kann und das gleiche gilt auch für Arbeitgeberimages oder für Jobs.

00:33:32: nennen wir einen einzigen Job auf dieser Welt der wirklich von A bis Z Perfekt ist.

00:33:37: Wo du sagst, da ist alles was ich da machen muss in dem Job is absolut wertschöpfend erfüllnd macht Spaß und es wirklich super!

00:33:47: Ich hab ihn noch nicht gefunden.

00:33:50: Da müssen wir mal Janikke fragen die hat ja mal dreißig Jobs in einem Jahr ausprobiert.

00:33:55: Wen müssen wir fragen?

00:33:57: Janika Störer.

00:33:59: Dreißig jobs in einem jahr ausprobieren?

00:34:02: Ja.

00:34:02: Okay Stefan schreib mal mit vielleicht brauchen wir auch eine Interview Folge.

00:34:10: Ja, wir neigen uns so schon langsam dem Ende zu vielleicht noch einfach aus persönlichem Interesse.

00:34:17: auch Steffi aus deiner Job suche hast du vielleicht auch einen Beispiel mitgenommen.

00:34:23: ja so ein Gruselbeispiel wo du sagst puh So kann man es halt auch richtig ordentlich verkacken.

00:34:31: und vielleicht auch eins, wo du sagst wow das war wirklich.

00:34:33: also ohne jetzt Namen zu nennen.

00:34:34: Das wollte ich damit nicht aber einfach so.

00:34:37: zwei Beispiele aus Himmel und Hölle.

00:34:41: Ja sowas gibt's ja immer.

00:34:43: Also ich hatte einen Bewerbungsprozess der war unglaublich wertschätzend und auf Augenhöhe Und es viel mir sehr schwer die Stelle abzusagen Weil ich wollte das sehr gerne machen, aber mit meinem vor zehn Jahren.

00:34:59: Ich

00:35:01: wusste

00:35:01: also es war sehr viel.

00:35:03: Es war auch eine Stelle wo ich wusste dass ist nicht nur die eine Komponente die da wichtig ist sondern dann muss ein ganz...

00:35:09: Sondern du musst Lumbuchhaltung auch mitmachen?

00:35:11: Nein das nicht!

00:35:12: Ja tatsächlich.

00:35:13: Also das war wirklich ganz toll.

00:35:16: auch wie's auseinander gegangen ist dann letztendlich sehr wertschätzend wo beide Seiten etwas traurig waren, aber trotzdem was gewonnen haben.

00:35:24: Das war schön und so negativ.

00:35:27: Beispiele gibt es ja immer.

00:35:30: zum Beispiel dass jemand einer hat gesagt um Vorstellungszuspricht Ja, sind wir mal ehrlich also siebzig Stunden kommt schon mal vor.

00:35:43: Es ist echt

00:35:44: toll, aber geht irgendwie man muss auch arbeiten.

00:35:46: dann dachte ich so...

00:35:48: Aber hey!

00:35:49: Also Realistic Job Preview wieder mal?

00:35:51: Also immerhin Du hast es vorher gewusst.

00:35:56: Ja, ich werde einer so friedlich mehr jetzt.

00:35:59: Absolut!

00:36:00: Das ist ja endlich mal jemand der das Bruttoinlandsprodukt wieder ein bisschen vorwärts bringt.

00:36:05: Und bekommen wir endlich mal... Aber wirklich?

00:36:09: Und Steffi, letzte Frage.

00:36:10: Hast du auch ein konkretes Beispiel mitgenommen also eine Erfahrung die du gemacht hast wo du sagen würdest hey dass übernehme ich für meine eigene Candidate Experience die ich in Zukunft verantworte.

00:36:23: Das mache ich ja tatsächlich nicht mehr, aber ich lasse es mir nicht nehmen die Prozesse mir ganz genau anzugucken.

00:36:30: Weil man würde sagen jetzt endet quasi meine Arbeit mit der Kandidat bewirbt sich Aber ich schaue mir schon an was passiert danach.

00:36:39: Ich verschäftige mich auch sehr Mit der Stellenausschreibung an für sich.

00:36:43: also welche Informationen sind wichtig und welches allgemeine Blabla können wir wirklich auch einfach mal sein lassen?

00:36:51: Weil in den meisten Fällen ist es nicht relevant.

00:36:55: Es ist einfach nur aufgebauscht und nicht notwendig, und somit kann ich das dann ganz gut nachvollziehen was der Bewerber heutzutage braucht und wie wir auf unserer Seite versuchen können das ein oder andere zu implementieren was die Candidate Experience auch erfahrbar und erlebbar macht tatsächlich motivierenden weise und nicht in der demotivation und dem ghosting.

00:37:26: aber ich denke das ist für viele unternehmen eine ganz große herausforderung.

00:37:32: Das denke ich auch.

00:37:34: wir haben am schluss eigentlich immer so die ganze klassische frage was es so der Das, was ich morgen anders machen kann.

00:37:43: Da gehen wir davon aus und hören mindestens zwei tausend Rekruten dazu.

00:37:46: Davon gehe ich jetzt mal mindestens aus als Mindestzuhörerzahl.

00:37:51: Was würdest du diesen zweitausenden Rekrutern empfehlen?

00:37:53: Wenn sie morgen aufwachen und sagen hey!

00:37:55: Ich hätte Bock meine Candidate Experience heute ein Stück besser zu machen.

00:37:59: Womit sollten Sie anfangen?

00:38:01: Sie sollten auf jeden Fall selbstbewusst das Gespräch mit dem Hiring Manager führen.

00:38:06: Oder auch mit der Fachabteilung, weil ich glaube da gibt es...

00:38:08: Die nächste Büchse der Pandora du aufmachst, oh je mir nähe!

00:38:12: Da

00:38:12: gibt's sehr viele Missverständnisse und es gibt auf der Seite der Hiring manager ob den Druck eine Stelle zu besetzen ohne die Feinheiten zu kennen.

00:38:20: was ist denn Bedarf um gut auszuschreiben und denjenigen auch zu erreichen?

00:38:24: Und ich denke Da ist es wichtig, ins Gespräch zu gehen.

00:38:28: Und wenn ich als Rekruter, Rekruterin nicht die Möglichkeit habe da wirklich durchzudringen auch so sagen hey lass uns mal kurz zusammensetzen mit der Kollegin Die hat eine Ahnung von.

00:38:42: das bringt wirklich ein Mehrwert auch für dich.

00:38:44: Ich denke dass wir wieder beim Thema Kommunikation ganz wichtig

00:38:50: Und vor allem vielen Dank Steffi beim Thema Vorbereitung.

00:38:54: Ja, ich find's richtig schön weil sich der Kreis eigentlich immer wieder schließt.

00:38:58: in fast jedem Interview geht es eigentlich immer nur darum zu sagen ja investiere vorher zwei Minuten mehr damit es hinterher besser ist.

00:39:08: Genau

00:39:10: Vielen dank Steffy

00:39:11: Sehr gern

00:39:12: Ciao zusammen.

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