Rollenspiel ist kein Recruiting-Theater
Shownotes
Rollenspiele klingen im Recruiting erstmal nach einer guten Idee.
Ein bisschen Praxis. Ein bisschen Simulation. Ein bisschen „wir schauen mal, wie die Person wirklich reagiert“.
Aber genau da liegt das Problem: Viele Rollenspiele wirken nur professionell – sind es aber nicht.
In dieser Folge sprechen Artur und Basti darüber, wann Rollenspiele in der Personalauswahl sinnvoll sein können und wann sie eher zu Recruiting-Theater werden. Denn ein Rollenspiel ist kein Selbstläufer. Es braucht Anforderungsbezug, klare Zielkompetenzen, eine realistische Situation, gute Vorbereitung, saubere Beobachtung und eine rollenspielende Person, die nicht einfach improvisiert.
Es geht um Dialogübungen, Simulationen, Führungssituationen, Konflikte, Vertrieb, Kundenservice, Eskalationen, Selbstreflexion und die Frage, warum ein schlecht vorbereitetes Rollenspiel am Ende nur zeigt, wer gut schauspielern kann – aber nicht, wer wirklich zur Rolle passt.
💬 Zentrale Botschaft:
Ein Rollenspiel ist nur dann ein gutes Auswahlinstrument, wenn es realitätsnah, anforderungsbezogen und sauber vorbereitet ist. Spontan aus dem Hut gezogen ist es keine Diagnostik – sondern Zufall mit Schauspielanteil.
Kernaussagen:
- Kein Rollenspiel ohne Anforderungsbezug. Erst klären, was gemessen werden soll – dann entscheiden, ob ein Rollenspiel überhaupt das passende Instrument ist.
- Wer ein Rollenspiel will, muss bereit sein, Zeit und Hirnschmalz zu investieren. Sonst wird es beliebig.
- Ein Rollenspiel ist nur dann fair, wenn alle Kandidaten mit derselben Situation konfrontiert werden.
Links:
Artur: https://www.linkedin.com/in/artur-reich-63b788105/
Bastian: https://www.linkedin.com/in/bastian-stolz/
Stefan: https://www.linkedin.com/in/berndt-stefan/
https://jaklahr.de/#
Applysia applysia.de/basics
Dein Call to Action!
👉 Hinterlasse eine Bewertung auf Spotify oder Apple Podcasts ⭐⭐⭐⭐⭐
👉 Teile dein Feedback zur Episode auf LinkedIn
Transkript anzeigen
00:00:05: Gutes Recruiting und Bauchgefühl vertragen sich nicht.
00:00:08: Professionelles Recruitting ist angewandte Psychologie – und auch eine Frage
00:00:13: der Haltung?
00:00:14: Wer verstehen will, wie man geeignete Menschen findet, ist richtig bei Recruited Basics mit Stefan Berndt, Bastian Stolz und Arthur Reich.
00:00:24: Bei Basics schlau
00:00:25: machen!
00:00:35: Heute zum Thema Rollenspiele als Auswahlinstrument für die Personalauswahl.
00:00:43: Finde ich ein sehr spannendes Thema, weil es irgendwie einfach irgendwas ist was fancy ist.
00:00:47: jeder denkt sich so Ich mache jetzt mal einen Rollenspiel, das ist fancy und dann kann ich ja so ein bisschen hinter die Kulissen von der Person vor mir schauen Ja theoretisch schon praktisch ist es eben auch Arbeit Und genau darüber wollen wir heute ein bisschen sprechen.
00:01:01: Wann ist es sinnvoll?
00:01:02: Was ist die Basis und vor allem worauf es zu achten?
00:01:07: Was fällt dir ein, wenn du das Thema Rollenspiel denkst und zwar relativ spontan.
00:01:13: Ja, es ist nicht so einfach wie man denkt, fällt mir dazu ein.
00:01:16: Rollenspiele sind ja, wie du schon sagst klingen immer ganz nice und tatsächlich, wenn man's dann aber macht stellt man fest OH Beziehungsweise wie wir glaube ich schon oft festgestellt haben, wenn man es richtig machen will und vernünftig machen will dann erfordert das ein bisschen mehr Zeit und Arbeit.
00:01:36: Und was mir noch spontan dazu einfällt ist dass es kein per se gutes Auswahlinstrument für alles ist.
00:01:47: Total!
00:01:50: Ich sag da auch immer ganz gerne als ehemaliger Pen and Paper Rollenspieler das schwarze Auge Jemand nicht kennt, kann ich das sehr gut verstehen.
00:02:00: Aber ich habe damit meine Jugend verbrachte.
00:02:01: es ist ein wundervolles Spiel weil da viele Dinge zusammen kommen.
00:02:04: zum einen bisschen Fantasie und du musst dir Gedanken machen stürzt in der Welt.
00:02:08: zum anderen hast du einen Charakter und darfst durch Würfelwürfe in am Ende entscheiden wie erfolgreich Du bist.
00:02:15: Das braucht auch ein bisschen Rollenspiel Fähigkeiten?
00:02:19: Eigentlich wie Personalauswahl.
00:02:21: Da wird auch gewürfelt und es entscheidet wie erfolgreich du bist.
00:02:24: Das wollte ich auch gerade sagen, also die meisten Rollenspiele, die angewandt werden in Auswahlverfahren sind tatsächlich so ein bisschen wie das.
00:02:32: aber wenn man das professionell aufsetzt dann spricht man plötzlich von Dialogübungen oder Simulationen und das hat einen ganz anderen Charakter weil Es gibt durchaus Situationen, wo es sinnvoll ist in so eine Rolle zu schlüpfen und auch mal zu schauen wie reagiert jemand spontan auf etwas was gesagt wird.
00:02:50: Was bewusst so geframed ist dass man sagt wir stecken jetzt einer künstlichen Situation.
00:02:55: Was machst du aus deiner Sicht?
00:02:59: Was die Wo machen Rollenspiele Sinn?
00:03:02: bei welchen vielleicht Jobarten Bei welchen Kompetenzen die gesucht werden hast oder für dich bereits ein Gefühl entwickeln können?
00:03:11: Ja, ein Gefühl schon.
00:03:14: Ich kann es jetzt wenig untermauern mit tatsächlichen Datenfakten und so weiter.
00:03:18: aber wenn du zum Beispiel also einen Rollenspiel macht dann Sinn, wenn du weißt dass die Situation die du im Rollens Spiel darstellst und nachspielst auch tatsächlich im Job dann auch vorkommen wird ja?
00:03:31: Also das ist glaube ich so die mein eins meiner Lieblingswörter Wenn's Anforderungsbezug hat.
00:03:39: Anforderung Bezug ist wieder mal hier der der Begriff des Tages, dann macht es Sinn.
00:03:47: Und ich habe da auch ein Beispiel dazu.
00:03:51: Ich habe nämlich vor nicht allzu langer Zeit einen Rollenspiel gemacht bei einer Stellenbesetzung.
00:03:57: Das war eine Stellenbesetzung für eine Leitungsfunktion von einer Abteilung wo ich wusste Es gibt sehr viele kritische und laute Stimmen die gegen den Status quo schießen und das auch lautstark kommunizieren im Team außerhalb des Teams usw.
00:04:13: Und auch gegenüber der Führungskraft.
00:04:17: Mir war von Anfang an bei der Stellenbesetzung sehr wichtig, dass alle Kandidaten Bescheid wissen worauf sie sich einlassen und was da auf sie zukommen kann Im Endeffekt zwei Kandidaten identifiziert die infrage kommen würden und haben dann entschieden dass wir da ein Rollenspiel machen mit diesen beiden kandidaten.
00:04:38: Und haben genau so eine Situation also so ein Gespräch mit einem die mit Glied sozusagen simuliert.
00:04:48: Ich hatte das Glück, dass ich schon sehr viele Stellen in dieser Abteilung besetzt habe.
00:04:52: Deswegen hatte ich viel Insiderwissen und konnte da auch viel selbst machen.
00:04:56: Ansonsten würde ich halt sehr stark empfehlen, dass in wirklich enger Zusammenarbeit mit der Führungskraft dem Healing Manager wie auch immer zu tun.
00:05:06: Aber in diesem Fall ging es auch so ganz gut.
00:05:10: Das hat sich in der Theorie, so im ersten Debrief von den ersten Interviews, das hat sich super angehört.
00:05:15: Dass ich gesagt habe, hey lass mal Rollenspiele machen!
00:05:17: Alle waren sich einig... Der Heilungmanager fand es super, Betriebsrat fand's super Ja und dann saß ich da ein paar Tage später und hab Zweitgespräche vereinbart und dachte bin dann so okay.
00:05:30: Und jetzt?
00:05:31: Was mach' ich jetzt?
00:05:34: Bin dann ins Denken gekommen und hab dann eben festgestellt wie vorhin schon angekündigt
00:05:38: Ja
00:05:39: verdammt, das ist ja echt richtig viel Arbeit so ein Rollenspiel aufzusetzen.
00:05:46: Und habe dann aber und schaut out an ChatGBT muss ich sagen hab dann mit Hilfe von ChatGBTV tatsächlich weil ich relativ schnell sein musste um das mal aufzusetzten weil du wollte ich wollte es hier auch entsprechend dann mit den anderen noch teilen und verfeinern usw.
00:06:00: Deswegen brauchte ich schnelle Ergebnisse und habt es dann die Situation soweit mal rein gehackt dann Schritt für Schritt, es hat trotzdem gedauert.
00:06:11: Also das ist jetzt keine fünf Minuten Geschichte sondern du solltest schon eher Stunden statt Minuten dafür einplanen und hab' dann aber eben wirklich ganz strukturiert die Situation erst mal aufgesetzt habe die Rollen definiert.
00:06:27: wer hat welche Rolle habt tatsächlich auch die Charaktere definiert also der einzelnen Rollen damit man weiß okay wie muss ich den Charakter einschätzen, weil in der Praxis ist es auch so wenn du ein Gespräch mit einem Mitarbeiter hast dann weißt du ja in der Regel auch.
00:06:41: Du kennst ihn ja auch schon und weißt wie er tickt und kennst seine Charaktereigenschaften usw.
00:06:46: Und deswegen habe ich das relativ detailliert aufgesetzt und dann eben an alle Beteiligten verschickt.
00:06:55: beziehungsweise die Interviewteilnehmer haben das ganze vor dem Gespräch dann bekommen.
00:07:01: also sie sind zum Gespräch gekommen und ich hab den... Also Sie wussten dass ein Rollenspiel stattfinden wird?
00:07:05: schon bei der Einladung.
00:07:07: Und als sie dann gekommen sind, habe ich ihnen quasi die Unterlagen gegeben wo alles genau beschrieben wird ganz genaue Situationsbeschreibungen, ganz genauer Beschreibung der Beteiligten welche Charaktere was und so weiter und hab ihn zwanzig Minuten Vorbereitungszeit gegeben.
00:07:23: Ich
00:07:23: hab gesagt wir verlassen jetzt alle den Raum ja und du kannst sich ganz in Ruhe zwanzzig Minuten auf dieses anstehende Gespräch vorbereiten.
00:07:33: Aber ganz kurz noch einen Schritt nach vorne, du hast es dann also alles fertig definiert und hast die Unterlagen alle da.
00:07:39: Und dann kommt die große Frage naja aber wer spielt denn jetzt eigentlich die Rolle?
00:07:45: Es ist ja auch sowas wo du dir nicht so Gedanken drüber machst weil Nicht jeder ist per se geeignet dafür, so eine Rolle zu spielen.
00:07:53: Und dann kommt noch die nächste Frage und wer ist eigentlich Beobachter?
00:07:56: Und worauf müssen die Beobachte achten?
00:07:59: also das heißt du musst wirklich für im Endeffekt habe ich dann selber die Rolle gespielt ja kritische Mitarbeiter, aber du musst für dich selber ganz genau definieren wer du bist was du machst und was du sagen willst.
00:08:14: Damit du das nicht spontan im Gespräch machst weil du willst es ja wenn du mehrere Rollenspiele machst.
00:08:18: natürlich immer gleich machen ist ja logisch.
00:08:20: Und dann musst du aber natürlich auch noch den Beobachtern ganz klar einen Rahmen mitgeben wo die sagen können okay anhand dieses Rahmens kann ich auch beurteilen Ja was wollen wir denn mit diesem rollen spiel eigentlich erreichen?
00:08:31: Im Endeffekt ist gleiche, was du bei Interviews auch machst.
00:08:33: Du musst halt viel Arbeit vorher reinstecken damit hinterher etwas Gutes rauskommt und muss dann auch sagen... Das hat sehr, sehr gut funktioniert in diesen Zweitgesprächen.
00:08:43: Ich habe die Rolle sehr ernst genommen und wir haben aber wirklich bei beiden Gesprächen einen enorm guten Eindruck davon bekommen wie sowas in der Praxis dann gehandhabt wird und konnten auch eine sehr klare Entscheidung treffen als es nach den Erstgesprächen jetzt der Fall gewesen wäre.
00:09:04: Fun Fact, ich glaube es war tatsächlich auch im Sinne von Realistic Job Preview und Vorbereitung auf die Rolle, die da auf einen wartet.
00:09:11: Auch ganz gut für die Kandidaten oder den Kandidat, der ist dann letztendlich auch geworden ist.
00:09:17: So viel mein kurzer Ausflug zum Thema Rollenspiel!
00:09:21: Und ich glaub du hast de facto alle relevanten Themen bedacht und auch umgesetzt?
00:09:29: Da hatte quasi dein Fachbereich Glück dass die jemanden an der Hand hatte Zum einen fachlich genug weiß über das Thema und worauf es zu achten gilt.
00:09:38: Und zum anderen aber auch seinen Job sehr ernst nimmt, weil nur so kriegst du's gut umgesetzt.
00:09:45: Aus meiner Sicht wenn man da zwei drei Schritte zurückgeht muss man erstmal überlegen welche Kompetenzen will ich ja eigentlich gerade an die Oberfläche holen?
00:09:53: Was will ich sehen und warum?
00:09:55: welches Verhalten ist mir wichtig und welches verhalten möchte ich eigentlich vermeiden oder sehe ich nicht in der Rolle tatsächlich durch die genau definierte Situation, da kann man nicht genug Hirnschmalz reinstecken.
00:10:10: aus meiner Sicht auch mit Detailfülle.
00:10:14: und zweiter sehr relevanter Punkt.
00:10:16: Die gespielte Rolle und auch die Person, die die Rolle spielt braucht ziemlich klare Anweisungen.
00:10:23: Klare Anweisung wie man sich verhält ja und auch klare anweisung welche Informationen dann auch geteilt werden damit das nicht spontan passiert und vor allem zwischen zwei verschiedenen Kandidatinnen nicht unterschiedlich.
00:10:36: Das erfordert ein klares Skript, eine klare Rolldefinition weil anders wird das nicht funktionieren.
00:10:43: und zeitgleich gilt es dann auch, weil in so einem Rollenspiel spricht der oder die Kandidaten oder die Rollenspieler innen und die anderen schauen zu.
00:10:55: Es kommt darauf an wie viele Zuschauer in deinem Fall habe ich jetzt ausgehört glaube ich zwei weitere Personen.
00:11:00: Und den muss auch ganz klar sein, was ist denn jetzt gut und was es nicht so gut?
00:11:05: Und vor allem... Was kann ich denn jetzt sehen und was nicht?
00:11:10: Weil ein Aspekt der mir bei Rollenspielen wichtig ist.
00:11:14: Ja bis zum Gewissengrad sieht man wie die Person sich verhalten würde.
00:11:19: Zeitgleich ist durch die beobachtende Situation auch die gewisse Naturlichkeit wie in allen Interviewsituationen nicht mehr gegeben.
00:11:27: das heißt Da ist viel gewünschtes Verhalten hinter.
00:11:32: Und natürlich kann man noch sagen, wenn man kompetenzbasierte situative Fragen stellt dann sucht sich die Person auch aus der Vergangenheit etwas was am besten passt.
00:11:40: aber da kann man durch Nachfragen und durch das hast du wirklich gemacht wiederum Star normativer reinsteigen und sagen bist du wirklich so oder erzählst es mir nur im Rollenspiel kann jemand der ad hoc gut reagieren kann und vielleicht auch spontan ist.
00:11:55: Und Kommunikation stark schon eine gewisse Überstrahlwirkung über sein tatsächliches Verhalten legen, oder ihr?
00:12:02: Mir fällt noch was Wichtiges ein weil du es gerade sagtest und das war tatsächlich einer der Game Changer eigentlich aus diesen Rollen spielen dass wir nämlich am Ende in die Selbstreflexion gegangen sind mit den Kandidaten Und das war eigentlich das Interessante.
00:12:17: Dann nochmal hinterher zu sehen, weil es ist leicht nämlich dann so ein bisschen dieses gewünschte Verhalten auch so ein bißchen aus also nicht ganz.
00:12:24: aber dass wir dann mit den Kandidaten noch mal über dieses Gespräch gesprochen haben und darüber wie sie sich selbst da eingeschätzt haben was ihr dazu jetzt ja also und das war super spannend um dann zu sehen stimmt es mit unseren Beobachtungen überein oder auch nicht finde ich, das sollte man unbedingt machen wenn man Rollenspiele macht.
00:12:49: Dass man in diese Selbstreflexion nochmal geht also diese zehn Minuten sich noch mal zusätzlich zu nehmen Das hat sich wirklich gelohnt finde ich.
00:12:56: Ja.
00:12:57: dass es Ich glaube auch ein wichtiger Baustein für man rollen spiele macht dass man Dort dann den Dialog geht hinten raus um herauszufinden wie viel person steckt dahinter ist ein sehr sehr wichtiger und relevanter Praxistipp.
00:13:13: Es hilft ungemein an die Echtheit dran zu knüpfen.
00:13:19: Wir reden hier im Podcast ja ständig über Struktur im Recruiting, denn sind wir mal ehrlich.
00:13:24: Interviews oder Assessment-Center enten oft in endlosen Diskussionen wer bei wem das beste Bauchgefühl hatte.
00:13:30: und genau hier kommt Applesia ins Spiel!
00:13:33: Die Software macht Schluss mit dem Chaos.
00:13:35: sie führt euch digital durch den Prozess und sorgt für valide vergleichbare Ergebnisse direkt auf Knopfdruck.
00:13:41: Das Produkt hat uns echt überzeugt weil es in der Personalauswahl, Ressourcen spart und dem Prozess verbessert.
00:13:47: Schaut's euch mal an auf apusia.de-basics.
00:13:52: Jetzt ist es glaube ich so, dass wann immer man das macht?
00:13:58: Und wenn man das Glück hat Basti als Rekruder zu haben, dass man auf der sicheren Seite steht.
00:14:05: Wenn... Da kommt manchmal ein Fachbereich um die Ecke und sagt hey ich finde das Thema Rollenspiel total spannend.
00:14:11: lass doch mal hier irgendwie eine Situation simulieren.
00:14:14: da gilt es wirklich sehr stark ja vorsichtig zu sein und auch vorsichtig das anzubieten, weil es nicht für alle Themen auch relevant sind.
00:14:23: Ich glaube wenn man so ein bisschen grob zusammenfassen würde, würde ich sagen Es kann für Rollen im Vertrieb oder Rollen die stark Interaktion im Fokus haben sinnvoll sein.
00:14:35: Es können für Rollensinfo sein, die vielleicht auch Führungssituation abbilden, weil man da eine gewisse gute klare Situation schaffen kann.
00:14:44: Beratung kann sehr gut funktionieren aus meiner Sicht.
00:14:48: Kunden-Service vielleicht noch?
00:14:50: Genau, wo Jogger sagen in die Richtung Kunde, Customer ist auch etwas was sinnvolles.
00:14:55: Verhandlungen gewisse Eskalationen Konflikte all das kann man ganz gut in der klaren kurzen Zeit abbilden und es hat dann auch einen definitiven Effekt grundsätzlich wenn man Widerstand Unsicherheit Zielkonflikte, Priorisierungen.
00:15:14: Also was kann man glaube ich ganz gut in eine Rolle gießen?
00:15:17: Dafür oder so ein Rollenspiel gießen muss es für die Position aber auch eine extrem hohe Relevanz haben.
00:15:23: also Ich würde das nicht einfügen indem ich sage ich mache dass jetzt weit spitzig ist.
00:15:27: Sondern ich mache das weil ich jetzt wirklich so Realitäts-Star wie möglich.
00:15:32: sehen wir wie die Person reagiert in dem Konflikt oder inner Verhandlung Indem man da vorab Informationen gibt und sagt so wie du es jetzt auch gemacht hast.
00:15:41: Du hast zwanzig Minuten Zeit dich darauf vorzubereiten, greift durchaus auf dein ganzes Vergangenes Wissen zurück und sagt mir wie du das in dem Moment losen lösen wollen würdest.
00:15:49: und Da kommt jemand und spielt den Gegenpart weil da kommt der Teil rein den du ja auch nicht erwarten kannst Und dass ist sehr realitätsnah.
00:15:57: Dafür diese Rolle auch klar zu definieren ist super super wichtig und dann Kommst du im Rahmen wo es denn auch sinnvoll ist.
00:16:04: aber Es ist nicht immer sinnvoll.
00:16:07: Es ist manchmal sinnvoll, was Ähnliches zu machen und kein Rollenspiel anzugehen.
00:16:12: Sondern zu sagen ich mache diese Aufgabe fertig so wie du es gemacht hast.
00:16:16: das ist die Situation das ist deine konzertliche Aufgabenstellung.
00:16:19: erzähle mir einfach mal im Dialog wie du da rangehen würdest oder was du bisher gemacht hast was ähnliches?
00:16:24: was sind deine Gedanken die dazu einfallen?
00:16:27: Und dann stellen wir dir Rückfragen dazu in einem ganz normalen Austausch ohne Rollenspielen hat einen ähnlichen Effekt nur streichst du den Teil aus wo jemand vielleicht eine Rolle spielen muss und wir alle sind keine Schauspieler.
00:16:40: Genau, das ist ein wichtiger Punkt!
00:16:41: Es ist was total Unnatürliches im ersten Moment.
00:16:45: Und es fühlt sich sehr komisch an vor allem wenn du weißt dass noch zwei Leute zugucken oder einfach andere Leute zu gucken.
00:16:53: und deswegen ein super wichtiger Hinweis an der Stelle.
00:16:56: also überlegt euch das gut erstens ob ihr es überhaupt machen wollt und zweitens ob Ihr dann auch diejenigen sein wollt die eine Rolle spielen.
00:17:04: überlegt euch wie gut ihr den entsprechenden Schauspieler, die Schauspielerin dann priefen müsst damit da auch was draus wird.
00:17:11: Mir fällt gerade mein Interview bei LW ein tatsächlich.
00:17:15: Da wurde ich nämlich zu Beginn des Interviews gefragt also es geht ja hier um eine Recruiter-Stelle ob wir nicht mal ganz kurz Rollen tauschen könnten und ich bin doch jetzt mal der Recruter war eine spannende Situation, war spontan und ich habe mich darauf eingelassen und scheinbar habe ich irgendwas richtig gemacht denn ich bin ja offensichtlich hier.
00:17:35: Von daher grüße ich Ihnen raus an Nicole und Sandra, die das Interview damals mit mir geführt haben.
00:17:42: Ja es ist eine Spielerei und definitiv etwas was auch glaube ich öfter passiert als man denkt und dass mal so spontan gemacht wird bin jetzt kein Geheimnis sich Frage zeichnen habe ob das dann auch zum sinnvollen und auch Valide war.
00:17:59: Glückwunsch an dich dass es geklappt hat!
00:18:01: Danke Vielleicht war es auch was ganz anderes als das, wer weiß.
00:18:07: Aber ich finde tatsächlich, was du gesagt hast nochmal würde ich noch mal unterstreichen die Rolle des oder der Rollenspieler in ist eben also wirklich super super wichtig und diese personen gut auszuwehren und dafür zu sorgen dass sie replizierbar das gleiche macht.
00:18:23: Das ist der größte knackpunkt weil es gibt einfach leute sagen ich traue mir das zu raus im fachbereich mache ich easy und dann stellt man fest bei den drei verschiedenen rollenspülen, dass sie jedes mal was ganz anderes machen.
00:18:34: ja und dann ist wieder das thema vergleichbarkeit dahin denn entscheidest du nur danach wie sympathisch dir die Reaktion der Gegenseite war und nicht danach, ob es wirklich eine Rolle zielführend war.
00:18:44: Weil die Informationspreisgabe ganz andere waren.
00:18:47: Das halte ich für den schwierigsten Punkt bei Rollenspielen und finde daher auch etwas was... Ich bei mir einfach sowas wie Case nenne, also man gibt ein Case zur Vorbereitung gleich vor Ort wo man nicht vorab was vorbereitet sondern in dem Moment auch zwanzig fünfundzwanzig Minuten Zeit sich damit auseinanderzusetzen und dann seine eigene Notizen und Gedanken zu teilen.
00:19:08: In einem offenen Dialog gemeinsam mit Rückfragen empfinde ich dann als die seichte Variante zum Rollenspiel die wesentlich weniger Schauspielleistung braucht und zeigt gleich ein fast gleiches Ergebnis.
00:19:21: die wird gebe ich allen immer an die Hand, die sagen, ich will unbedingt ein Rollenspiel.
00:19:26: Ich persönlich empfinde den Part der rollenspielenden Person als schwierig.
00:19:31: Und ich war jemand, der früher Theater AG gemacht hat und auch das einfach gerne gemacht hat.
00:19:37: aber auch ich traue mir persönlich nicht zu, das dreimal genau gleichzumachen ohne vorher ganz klare Skript zu haben und dass ist einfach eine Menge arbeitend.
00:19:46: Artur bald zu sehen am Staatstheater in Mainz als Otello.
00:19:49: übrigens wer es mal angucken möchte?
00:19:52: Spoiler, aber wenn die Folge rauskommt ist es schon passiert.
00:19:57: Ja stimmt dann hat's keiner mitbekommen.
00:20:00: ja nein also kann man nur unterstreichen.
00:20:04: und wie gesagt dieses ich glaube man kann das nicht oft genug sagen das ist ähnlich wie bei Interviews du darfst halt nichts dem Zufall überlassen.
00:20:13: im Endeffekt dieses Gespräch was du dafür ist steht eigentlich schon auf ein Papier.
00:20:18: Das einzige was du nicht hast, sind die ganz genauen Antworten deines Gegenübers.
00:20:22: Aber du kannst dir ja zumindest ein bisschen antizipieren und kannst dir dann auch so einen Gesprächsbaum machen.
00:20:28: Was sag ich wenn er das sagt?
00:20:30: Damit du nicht im Gespräch viel nachdenken musst!
00:20:33: Dafür hast du eigentlich keine Zeit und es sollte nicht sein.
00:20:37: Und deswegen muss vorher klar sein... was du zu sagen hast, was dein wie dein Gespräch aussieht und dann funktioniert es auch ziemlich gut.
00:20:46: Und deswegen ein erneuter Shout-Out!
00:20:48: Nehmt euch bitte vorher die Zeit, ja?
00:20:51: Die Minuten Stunden, wie viel auch immer um das vernünftig zu machen und nicht irgendwie reinzustarten und dann fünf Minuten vorher zu sagen Joa und wer macht jetzt die Rolle und was machen wir eigentlich?
00:21:04: und eine Situation aus dem Hut zu zaubern ist ähnlich ungut wie mal eben schnell in eine situative Frage zu basteln.
00:21:11: Das funktioniert auch nicht gut?
00:21:13: Nee, bin ich ganz bei dir.
00:21:15: also ein bisschen darüber spricht wann macht man es nicht.
00:21:18: Also der Not-to-do List.
00:21:20: aus meiner Sicht wenn man's mal spontan macht Wenn das Ziel nicht klar ist, wenn man gar keine oder viel zu viele Kompetenzen dort abprüfen will dem Kandidaten oder der Kandidatin vorab auch keine genaue Information gibt, sowie du jetzt zwanzig Minuten Bearbeitungszeit sondern so spontan und jetzt legen wir los.
00:21:40: Das ist ja unklar was der Kontext ist das es auch dann nicht zielführend...
00:21:45: Und im echten Leben hast Du auch zeitlich auf ein Gespräch fortzubereiten.
00:21:48: in der Regel also wie gesagt die Situation war so beschrieben dass der Mitarbeiter einen Termin gebeten hat und deswegen auch da hast Du ja dann im echen Leben die Möglichkeit dich darauf vorzubereiten.
00:22:01: Korrekt und was noch aus meiner Sicht Improvisation der Rollenspieler in ist auch für mich etwas, das nicht geht.
00:22:14: irgendwelche Trickfragen einzubauen oder sonstige Geschichten Machtspiele oder Stressinterview daraus zu bauen Das sind alles die Erstens grundsätzlich die völlig falsche Themen für gute Personalos war, aber speziell in dem Rollenspiel auch nicht zielführend.
00:22:30: Weil man dann einfach nur den besten Schauspieler oder die beste Schauspielerin rausfindet und nicht die beste Passung zur Rolle.
00:22:36: Die guten alten Stress-Fragen ach ja... Man muss sie nur unter Druck setzen!
00:22:40: Dann wird man schon herausfinden ob die gut sind weil unter Druck entstehen.
00:22:44: ja Diamanten
00:22:45: Ja absolut wer kennt das nicht?
00:22:47: Wer
00:22:47: kennt es nicht?
00:22:50: Wollte gerade, wie so oft noch was natürlich super wichtig ist und super relevantes zum Thema sagen.
00:22:54: Und der Gedanke ist mir wieder einfach entglitten?
00:22:59: Ja wir schenken Basti ein Zettel und einen Stift.
00:23:02: Ist ja nicht so als hätte ich einen voll ausgestatteten Rechner, wo ich mit Notizen machen könnte.
00:23:07: Nein nein!
00:23:09: Tippen muss für dich verboten.
00:23:11: Sonst hört man das in der Aufnahme so laut.
00:23:13: Ich darf nicht tippen.
00:23:14: Ich musste es alles in meinem Kopf behalten.
00:23:18: Das, um vielleicht noch mal grob zusammenzufassen.
00:23:21: Was mache ich morgen anders?
00:23:22: Wenn mir jemand sagt, ich möchte ein Rollenspiel machen... Aus meiner Sicht der erste Punkt ist ganz klar sagen das es eine Menge Arbeit!
00:23:28: Wir müssen uns gut Gedanken machen und dann müssen wir gemeinsam gut über Situationen auch Anforderungsbezug sprechen.
00:23:35: Es wird uns etwas Zeit kosten.
00:23:36: Wir müssen nicht nur die Situation sehr klar beschreiben sondern wir müssen auch die rollenspielende Person sehr klar breathing.
00:23:43: Und wir brauchen ganz klar, was machen die Beobachter eigentlich?
00:23:47: Welche Kompetenzen sehen sie und welches Verhalten wollen wir hier sehen.
00:23:50: Und dann durch so eine Reflexionsthematik am Ende zu schauen, was ist die Realität gewesen von der Person und was war jetzt vielleicht auch ein Schauspiel?
00:23:59: also kurzum wenn man es machen will Dann macht's richtig Wenn ihr weniger Zeit habt, dann bastet kein Rollenspiel in so einer Art Case und gibt Vorbereitungszeit, was dann so ein bisschen Arbeiten unter Druck ist.
00:24:12: Wo man nicht viel Zeit zum Vorbereiten zu einer ganz konkreten Fragestellung und dann schaut wie die Person darauf reagiert welche Gedankengänge man da hat.
00:24:21: aber da gilt das Thema Bewertungen und Kompetenzen angeht eigentlich für mich immer das gleiche.
00:24:26: So spontan irgendwas machen ist eigentlich nie eine gute Idee.
00:24:31: in der Personaloswahl sich gut Gedanken zu machen ist die Mindestbasis dies.
00:24:36: Ja Und bitte denkt daran, nehmt eure Kandidaten mit.
00:24:40: Also bereitet die vor, informiert sie.
00:24:44: im Endeffekt kann es fast nicht genug Transparenz geben.
00:24:49: Wir werden Sie euch am Ende danken und da wird auch was Besseres rauskommen.
00:24:53: Werden bessere Ergebnisse heraus kommen!
00:24:55: Voll das ist ein super wichtiger Einwand.
00:24:57: also wenn ihr wisst dass ihr das macht und es ist in der zweiten Runde dran dann sagt's bereits in der ersten runde im finalen Auszug aus dem Gespräch als nächstes kommt Weil man sich dann schon mal gedanklich darauf einstellt.
00:25:08: Super wichtig!
00:25:10: Ja und dieses Warum erklären?
00:25:11: Also nicht nur zu sagen, dass es passiert sondern auch warum machen wir das?
00:25:16: was für ein Ziel verfolgen wir damit?
00:25:19: Dann ist es einfach klarer.
00:25:20: und dann wissen die auch.
00:25:23: erstens, dass wir uns Gedanken gemacht haben vorher ja Dass wir das nicht einfach aus Spaß machen weil wir Rollenspiele geil finden und wer will das immer machen Sondern dass da ein ganz klares Ziel unten Sinn dahinter steckt
00:25:34: Absolut.
00:25:35: Wir machen Rollenspiel, weil wir früher das schwarze Auge gespielt haben.
00:25:38: Ich wollte dich tatsächlich am Anfang der Folge fragen ob du ein Rollenspieler bist oder nicht?
00:25:43: Ich muss tatsächlich gestehen.
00:25:45: Pen and Paper habe ich nie gespielt.
00:25:47: Vielleicht können wir das mal nachholen.
00:25:48: Ich bin eher so die Fraktion PC-Spieler und hab da sehr viel Lebenszeit.
00:25:55: in Rollenspielen verbracht.
00:25:57: Tatsächlich keine einzige Sekunde World of Warcraft, könnte man ja denken.
00:26:00: aber nein hab das alles die Energie alles in andere Spiele gesteckt.
00:26:05: Aber da konnte ich mich auch sehr drin verlieren.
00:26:08: Ich auch!
00:26:08: Ich habe es geliebt.
00:26:10: Gothic habe ich damals rauf und runter gespielt.
00:26:12: Geniales Spiel Kommt
00:26:13: so.
00:26:13: remake jetzt dann?
00:26:14: So
00:26:15: alt sind wir schon.
00:26:16: Aber mittlerweile fehlt mir ein bisschen Die Zeit mich so richtig immersiv darauf zu lassen.
00:26:20: Bei so einem Rollenspiel kannst du auch nicht mal eben dreißig Minuten spielen sondern Drei Stunden am Stück Pflicht, sonst kommst du gar nicht an in der Welt.
00:26:29: Aber jetzt nerden wir rum!
00:26:32: Herzlich willkommen zum Gaming-Podcast mit Arthur und Pasti.
00:26:36: Hier spricht ihr Gronkh und Bonk?
00:26:40: Wir tun jetzt einfach ein paar Folgen lang so als wären wir krasse Ereignungsdiagnostiker und dann bestreuen wir immer mal Gaming Content ein.
00:26:47: Nicht spoilen... Ja, vielen Dank euch bis hierhin.
00:26:50: Natürlich bleibt heute unsere Mission nicht aus in der wir uns zum Ziel gesetzt haben die Bayese zumindest ja aufzuklären und sagen welche gibt es?
00:27:02: Heute in unserer Bayes Minute kommt Basti mit einem neuen Beise um die Ecke.
00:27:06: Basti was hast du für uns heute mitgebracht?
00:27:09: Ich habe den Over-Confidence-Bias mitgebracht und auf Deutsch übersetzt würde.
00:27:15: Das heißt, die ganz klassische Selbstüberschätzung ist ebenfalls eine kognitive Verzerrung.
00:27:24: Und man kann sich schon ein bisschen denken es ist die Verzehrung bei der Menschen ihre eigenen Fähigkeiten, Urteile oder auch Wissen systematisch überschätzen Und wir hatten das Thema schon öfter auch in anderen Folgen, es ist oft begleitet von einem zu großen Vertrauen in die eigene Intuition.
00:27:42: Also wirklich zu denken hey ich weiß das gut kann das gut und so weiter.
00:27:49: Er glaube ich ein sehr gefährlicher bei uns der uns nicht nur in der Personalauswahl sondern einfach im gesamten Leben jeden Tag begegnet und deswegen ist es immer gut sich dem bewusst zu sein Achtet mal drauf, in welchen Bereichen des Lebens ihr vielleicht an ein bisschen Selbstüberschätzung leidet.
00:28:09: Ich bin sicher da findet sich einiges!
Neuer Kommentar